Ohne Patte kein Paganini! – Für eine gerechte und vielfältge musikalische Bildung


Zur Weiterleitung an:
 Juso-Bundeskongress, SPD-Landesparteitag, SPD-Bundesparteitag,
  SPD-Bundestagsfraktion

  Die Versammlung möge beschließen: Musik spielt eine wesentliche Rolle für unseren
  gesellschaflichen Zusammenhalt. Zahlreiche Menschen – darunter viele Jugendliche –
  sind aktiv in Musikvereinen, Orchestern, Musikschulen und weiteren Institutionen,
 die
  unser musikalisches Leben prägen. Dennoch steht die Musikbranche seit Jahren unter
  massivem Druck – insbesondere finanziell. Letztendlich hängt ihre Zukunft davon ab,
  ob wir bereit sind in sie zu investieren. Mit diesem Antrag sprechen wir uns für
 eine
  gezielte Förderung der musikalischen Bildung aus und im Besonderen für eine Kunst-
  und Kulturbranche, welche die Diversität unserer Gesellschaft widerspiegelt und an
  der jede:r teilhaben kann, unabhängig von Herkunft und Einkommen. Denn für uns steht
  klar: Kein Talent darf an mangelndem Budget verloren gehen!

 1. Ob sanierungsbedürfige Gebäude, welche jungen Musiker:innen zu wenig Raum bieten
 oder Klaviere und Leihinstrumente in desaströsem Zustand – es mangelt an Geld und
 Material. Viele Lehrkräfte haben keine Festanstellung an Musikschulen, sondern
 unterrichten als Honorarkräfte, und
 werden nicht genug bezahlt, weshalb viele
 Schüler:innen oft
 lediglich 30 Minuten Unterricht haben und die Familien dafür hohe Beiträge zahlen
 müssen. Für viele stellt dies eine untragbare finanzielle Belastung dar und vielen
 wird die Möglichkeit Musikunterricht zu nehmen gänzlich verwehrt. Zusätzlich müssen
 Schüler:innen Unmengen an Geld für Leihinstrumente in oftmals schlechtem Zustand
 bezahlen, was einen zusätzlichen Kostenfaktor darstellt. Die Leihinstrumente sollen
 in Zukunft also von besserer Qualität sein und den jungen Musiker:innen einfacher
 und
 billiger zur Verfügung stehen. Darüber hinaus werden Lehrkräfte bei der
 Wettbewerbsvorbereitung ihrer Schüler:innen nicht ausreichend finanziell
 unterstützt.
 Als beispielsweise Korreptitoren begleiten sie Schüler:innen und leisten meist
 unbezahlte Überstunden. Allgemein steht fest: Der Staat spart an Musikschulen. Daher
 fordern wir ein großes Förderpaket für musikalische Bildungseinrichtungen in Baden-
 Württemberg und ganz Deutschland.

 1. Ob sanierungsbedürfige Gebäude, welche jungen Musiker:innen zu wenig Raum bieten
 oder Klaviere und Leihinstrumente in desaströsem Zustand – es mangelt an Geld und
 Material. Lehrkräfte werden nicht genug bezahlt, weshalb viele Schüler:innen oft
 lediglich 30 Minuten Unterricht haben und die Familien dafür hohe Beiträge zahlen
 müssen. Für viele stellt dies eine untragbare finanzielle Belastung dar und vielen
 wird die Möglichkeit Musikunterricht zu nehmen gänzlich verwehrt. Zusätzlich müssen
 Schüler:innen Unmengen an Geld für Leihinstrumente in oftmals schlechtem Zustand
 bezahlen, was einen zusätzlichen Kostenfaktor darstellt. Die Leihinstrumente sollen
 in Zukunft also von besserer Qualität sein und den jungen Musiker:innen einfacher
 und
 billiger zur Verfügung stehen. Darüber hinaus werden Lehrkräfte bei der
 Wettbewerbsvorbereitung ihrer Schüler:innen nicht ausreichend finanziell
 unterstützt.
 Als beispielsweise Korreptitoren begleiten sie Schüler:innen und leisten meist
 unbezahlte Überstunden. Allgemein steht fest: Der Staat spart an Musikschulen. Daher
 fordern wir ein großes Förderpaket für musikalische Bildungseinrichtungen in Baden-
 Württemberg und ganz Deutschland. Die Finanzierung kommunal getragener Musikschulen
 muss durch Land und Bund sichergestellt werden.

  2. Auch bei Musikwettbewerben wie beispielsweise Jugend musiziert wird zunehmend an
  der Finanzierung gespart. So wurden zuletzt die Weiterleitungsbedingungen zu den
  Landes- und Bundeswettbewerben auf Kosten der Teilnehmenden aus Finanz- und
  Kapazitätsgründen drastisch verschärft. Diese Wettbewerbe tragen jedoch wesentlich
  zum kulturellen Austausch unter Jugendlichen und deren Förderung bei. Daher sollte
  die finanzielle Förderung auch an dieser Stelle erhöht werden.

  3. Des Weiteren fordern wir umfangreichere musikalische Angebote in allen
  öffentlichen Bildungseinrichtungen: Musik fördert das Gemeinschafsgefühl, wozu
  besonders der Musikunterricht in den Schulen beitragen kann. Oftmals ist die
  Themensetzung zu theorielastig und aus der Zeit gefallen; daher fordern wir eine
  Reform der Bildungspläne aller Länder. Musikunterricht muss wieder attraktiver und
  vor allem moderner und diverser gestaltet werden, denn besonders die Musikgeschichte
  beschränkt sich nicht ausschließlich auf Europa, alte weiße Männer und die Epochen
  bis zum 19. Jahrhundert. Häufig ist die Domäne der klassischen Musik besonders unter
  jungen Menschen mit Vorurteilen verbunden und wird in unserer Gesellschaft immer
  unwichtiger. Damit geht ein wichtiges Kulturgut verloren, welches einen wesentlichen
  Teil unserer europäischen Kultur ausmacht. Das Ziel sollte sein, durch attraktive
 und
  innovative Unterrichtsmethoden zu vermitteln, dass es sich um mehr als alte
  verstaubte Musik handelt. Darüber hinaus sollen Musiker:innen jeglicher
  Stilrichtungen eingeladen werden: Diese besuchen die Bildungseinrichtungen als
  Botschafter:innen und machen – durch internationalen, kulturellen Austausch – Musik
  aktiv erlebbar. Unterstützend, sollen Schulen in Kooperationen mit
  Kulturinstitutionen Ausflüge zu Musikveranstaltungen anbieten. Viele Kulturstätten
  bieten Partnerschulprogramme oder auch Führungen hinter die Kulissen an. Davon soll
  zunehmend Gebrauch gemacht werden und die Kulturstätten sollen bei der Kommunikation
  an die Bildungseinrichtungen entsprechend unterstützt werden. Zuletzt fordern wir
  eine gute Ausstattung der Bildungseinrichtungen mit den nötigen Instrumenten und
  Materialien.

  4. Ob Geld, Werkzeug oder Personal – in Instrumentenwerkstätten mangelt es an
  vielem! Eine Ausbildung zum Instrumentenbauer ist heutzutage perspektivisch nicht
  mehr lohnenswert, obwohl ohne dessen unser Kulturleben überhaupt nicht existieren
  würde. Die Forderung hierbei ist also, den Instrumentenbau als Beruf wieder
  attraktiver zu machen und ihn verbunden mit Öffentlichkeitsarbeit und
  Nachwuchskampagnen in unserer Gesellschaft präsenter zu zeigen. Dieses Handwerk
  verdient mehr gesellschaftliche Anerkennung.

  5. Musikalische Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Doch gerade
  Kinder und Jugendliche aus finanziell benachteiligten Familien wird der Zugang zu
  Musikunterricht, Instrumentenleihe oder die Teilnahme an Wettbewerben erschwert.
 Zwar
  existieren verschiedene Förderprogramme und Stipendien – viele Familien wissen
 jedoch
  nichts davon oder scheitern an komplizierten Antragsverfahren. Deshalb fordern wir,
  dass diese Angebote stärker beworben, vereinfacht und aktiv vermittelt werden –
  insbesondere durch Schulen, Musikschulen und soziale Einrichtungen. In jeder
  Musikschule sollen feste Anlaufstellen eingerichtet werden, die gezielt über die
  Fördermöglichkeiten informieren, bei Anträgen unterstützen und Familien mit geringem
  Einkommen individuell beraten. Zusätzlich braucht es niedrigschwellige finanzielle
  Unterstützung für akute Bedarfe – etwa bei unerwarteten Kosten für Wettbewerbsreisen
  oder Instrumentenreparaturen. Denn eins gilt: Nur wenn alle Kinder und Jugendlichen
  unabhängig von ihrer sozialen Herkunft Zugang zu musikalischer Bildung erhalten,
 kann
  eine wirklich gerechte und vielfältige Kulturlandschaft entstehen!