Psychische Gesundheitsbildung an Schulen verankern – Einführung verbindlicher psychischer Gesundheitsbildung an Schulen


Zur Weiterleitung an die SPD-Landtagsfraktion und SPD Baden-Württemberg

  Wir fordern die verbindliche Einführung psychischer Gesundheitsbildung an
  weiterführenden Schulen in Deutschland. Ziel ist es, Schüler*innen grundlegende
  Kompetenzen im Umgang mit Stress, psychischer Gesundheit und emotionaler Resilienz
 zu
  vermitteln.

  Psychische Gesundheit soll als fächerübergreifender Bestandteil des Unterrichts
  vermittelt werden, um Prävention zu stärken, Stigmatisierung abzubauen und
  langfristig psychische Erkrankungen zu reduzieren.

  Psychische Erkrankungen gehören zu den größten Gesundheitsrisiken unserer Zeit.
  Bereits heute leidet etwa jede*r dritte Mensch in Deutschland im Laufe seines Lebens
  darunter – häufig beginnt es im Jugendalter. Die Auswirkungen sind massiv:
  Schulabbrüche, Arbeitsunfähigkeit, Isolation und hohe Kosten für das
  Gesundheitssystem.

  Wir brauchen eine Schule, die stark macht – nicht krank.

  1. Bildung als Prävention statt später Intervention

  Durch fächerübergreifende Vermittlung (z. B. Biologie: Stress und Gehirn,
  Sozialkunde: gesellschaftliche Folgen, Ethik: Empathie und Verantwortung) kann
  psychische Gesundheitskompetenz ganzheitlich gestärkt werden – ohne neue Fächer oder
  Personal. Zusätzlich sollen regelmäßige Workshops und externe Angebote den Alltag
  ergänzen.

  2. Lehrerinnen stärken – um Schülerinnen zu stärken

  Alle Lehrkräfte sollen Grundkenntnisse im Umgang mit psychischer Gesundheit und
  Stress erwerben – sowohl für sich selbst als auch, um Schüler*innen zu unterstützen.
  Lehrkräfte in Fächern wie Biologie, Sozialkunde oder Ethik sollen durch spezifische
  Fortbildungen vertieft geschult werden.

  3. Ökonomisch sinnvoll – gesellschaftlich notwendig

  Laut WHO bringt jeder Euro, der in Prävention psychischer Erkrankungen investiert
  wird, vier Euro an ökonomischem Nutzen – durch geringere Ausfälle, höhere
  Arbeitsfähigkeit und sinkende Gesundheitskosten. Prävention durch Bildung ist
  effizient und nachhaltig.

  Wir fordern:

  1.Die verbindliche Integration psychischer Gesundheitsbildung in den Lehrplan
  bestehender Fächer.

  2.Flächendeckende Grundschulungen aller Lehrkräfte zu Stressbewältigung und
  psychischer Gesundheit.

  3.Spezialisierte Fortbildungen für Lehrkräfte in relevanten Fächern (z. B. Biologie,
  Sozialkunde, Ethik).

  4.Den Ausbau niedrigschwelliger externer Angebote wie Workshops und
  schulpsychologische Beratung.

  5.Eine unabhängige wissenschaftliche Evaluation zur Qualitätssicherung und
  Weiterentwicklung