Arbeitszeit fair gestalten – den 8-Stunden-Tag verteidigen und stärken

Weiterleitung: SPD-Bundesfraktion

  Der 8-Stunden-Tag soll in seiner aktuellen, rechtlich-gesicherten Form erhalten
  bleiben.

  Entgegen der Forderungen im Koalitionsvertrag sprechen wir uns entschieden gegen
 eine
  Aufweichung der bestehenden arbeitszeitrechtlichen Regelungen aus.

  Längere Tagesarbeitszeiten führen nachweislich nicht zu einer Steigerung der
  Produktivität, sondern nehmen den Menschen nur wichtige Zeit zur Erholung,
  Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe.

  Wer täglich 12 Stunden an einer Maschine oder am Bildschirm arbeitet, wird nicht
  effizienter – im Gegenteil: Konzentration, Qualität und Motivation der Arbeit nehmen
  ab.

  Zudem erlaubt das Gesetz bereits eine Arbeitszeit bis zu 10 Stunden, solange ein
  Ausgleich erfolgt –das bietet schon jetzt betriebliche Flexibilität, ohne den
  Arbeitsschutz auszuhöhlen.

 Längere Arbeitszeiten erhöhen das Risiko für Burnouts, Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
 
Depressionen sowie die Gefahr von Arbeitsunfällen dramatisch. Es ist nicht
 hinnehmbar, dass Arbeitnehmer*innen Gesundheit zugunsten vermeintlicher
 Effizienzgewinne geopfert wird.

  Besonders Eltern, pflegende Angehörige und Menschen mit Sorgeverantwortung sind auf
  verlässliche, beschränkte Arbeitszeiten angewiesen. Der 8-Stunden-Tag ermöglicht
 eine
  bessere

  Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben und wirkt dem strukturellen
  Ungleichgewicht in der Verteilung von Sorgearbeit entgegen – ein zentraler Aspekt
  feministischer Arbeitsmarktpolitik.

  Geregelte Arbeitszeiten sind eine Frage der Gerechtigkeit!