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In vielen Städten wird durch den hohen Wohnungsbedarf der vorhandene Raum versiegelt
und bebaut. Neben einer Verschlechterung der Luftqualität und dem Anstieg
städtischer
Temperaturen, kommt es dadurch auch zu einem Verlust an Lebensqualität für Anwohner.
Besonders betroffen sind dabei sozial schwächere Bevölkerungsgruppen, die seltener
Zugang zu privaten Gärten oder Erholungsräumen haben. Um den dadurch entstehenden
Herausforderungen für Umwelt und Stadtbewohner zu begegnen, gewinnen Grünanlagen an
Bedeutung.
Grünflächen haben positive Auswirkungen auf ökologische, soziale und gesundheitliche
Aspekte. Sie verbessern die Luftqualität und helfen bei der Temperaturregulierung.
Gleichzeitig findet eine Förderung der Biodiversität statt, indem Lebensraum für
Vögel, Insekten und Kleintiere geschaffen wird. Für die Bewohner werden durch
beispielsweise Parks Begegnungsräume geschaffen. Dies trägt auch zur Verbesserung
der
allgemeinen Lebensqualität bei, insbesondere in dichtbesiedelten Wohngebieten ohne
private Gärten. Zugleich findet Schutz vor Hitze statt und den damit verbundenen
gesundheitlichen Risiken, vor allem für ältere Menschen und Kinder. Förderung von
Bewegung ist ein weiterer positiver Aspekt, sowie die mögliche Reduzierung von
Stress
und Angstzuständen durch Naturkontakt.
Wir fordern, dass gezielt neue Grünanlagen, vor allem in innerstädtischen Bereichen
geschafft werden, sowie bestehende Grünanlagen erhalten und aufgewertet werden. Dazu
gehören unter anderem auch Dach- und Fassadenbegrünung, grüne Innenhöfe als auch
begrünte Verkehrsinseln.
Diese Maßnahmen müssen hauptsächlich von den Kommunen umgesetzt werden, da diese
über
die Bebauungspläne und damit über die Flächennutzung vor Ort entscheiden. Durch
Umfragen bei den Bürger*innen können diese die Art der Grünanlagen mitgestalten.
Allerdings sollten auch die Bundesländer ihre Landesbauordnungen und Förderprogramme
hinsichtlich der Erweiterung von Grünflächen anpassen. Der Bund legt mit dem
Baugesetzbuch die gesetzlichen Grundlagen fest. Deshalb sollte der Ausbau von
Grünanlagen dort gesetzlich festgehalten werden. Wir fordern einen verbindliche
Grünflächenquote von 15%.
Einen wichtigen Anreiz sollte der Bund außerdem auch durch Programme wie „Zukunft
Stadtgrün“ setzen und diese Programme weiter ausbauen.
