Weiterleitung: SPD-Landtagsfraktion, SPD-Bundestagsfraktion
Antragstext: Ein Staat muss seine Aufgaben effizient und nachhaltig finanzieren
können. Dies erfordert eine Betrachtung sowohl der Einnahmen- als auch der
Ausgabenseite. Jährlich geben Behörden auf allen Ebenen erhebliche Mittel für
Softwarelizenzen aus – oft für Produkte, zu denen es qualitativ gleichwertige,
kostenfreie Open-Source-Alternativen gibt.
Wir fordern daher, dass das Land Baden-Württemberg, der Bund und die Kommunen in
ihren Verwaltungen Softwarelizenzen kündigen, sofern gleichwertige Open-Source-
Lösungen verfügbar sind. Der Übergang zu freier Software wie beispielsweise
LibreOffice ermöglicht Einsparungen in Millionenhöhe, ohne die Verwaltungsarbeit zu
beeinträchtigen oder Bürgerinnen und Bürger zu belasten.
Ein digital souveränes Europa beginnt bei der öffentlichen Hand. Der Verzicht auf
kommerzielle Office-Lizenzen ist nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern fördert
auch die digitale Wirtschaft und den technologischen Fortschritt in Europa. Es ist
eine praxistaugliche und zukunftsweisende Entscheidung, die keinerlei Nachteile mit
sich bringt.
Das Land Schleswig-Holstein geht hier bereits mit gutem Beispiel voran und zeigt,
wie
erfolgreich eine Umstellung auf Open Source sein kann. Baden-Württemberg sollte
diesem mutigen Schritt folgen und sich damit aktiv für eine digitale Souveränität
einsetzen.
Begründung
Weitere Informationen zum Projekt in Schleswig-Holstein findet ihr hier: Projektbeschreibung Schleswig-Holstein
