Bildungschancen sichern – Schulsozialarbeit massiv ausbauen und stärken

ur Weiterleitung an: SPD-Landtagsfraktion

 Die Unterfinanzierung des Sozialen Bereiches ist für uns alle nichts Neues. Auch
 durch die neue Landesregierung von den Grünen angeführt, wird sich nicht viel ändern,
 unsere Sozialangebote und auch pädagogischen Angebote, die während der Bildung auf
 der weiterführenden Schule passieren sollten, werden weniger beachtet und
 vernachlässigt.

 Auch die Zusammenarbeit der staatlichen Jugendämter oder auch anderer sozialer
 Einrichtungen wie der Kinder- und Jugendpsychiatrie mit der Schulsozialarbeit, die ja
 meist den Erstkontakt herstellen, lässt zu wünschen übrig. Für jede Schülerin und
 jeden Schüler, der/die Rat, Hilfe und Unterstützung in der Schulsozialarbeit
 aufsucht, ist eine unkommunikative und unkooperative Zusammenarbeit mit den
 staatlichen Sozialeinrichtungen mit der Schulsozialarbeit ein Ärgernis.

 Allerdings ist für uns das Angebot der Schulsozialarbeit an den Schulen des Landes
 Baden-Württemberg unerlässlich, um die psychische Gesundheit unserer Schüler
 hochzuhalten.

 Deshalb fordern wir folgende Punkte:

 1. Eigenes Budget für pädagogische Arbeit:

 Sozialpädagogische Projekte oder auch Präventionsprojekte wie z.B. für Sucht, Mobbing
 und auch Medienkompetenz dürfen nicht am Budget für Projektentwicklung, Workshop-
 Material oder Literatur scheitern. Deshalb fordern wir die Einführung eines zentralen
 und zweckgebundenen Budgets von 10€ pro Schüler*In und Schuljahr für die
 Schulsozialarbeit.

 2. Verpflichtende Beteiligung an der schulischen Entwicklung:

 Die Schulsozialarbeit muss in den schulischen Alltag und auch in die
 Weiterentwicklung der Zukunft der Schule eingebunden werden. Das ist für unsere
 nachfolgenden Generationen und deren Bildung unerlässlich. Daher fordern wir, dass
 Schulsozialarbeiter bei (Gesamt)Lehrerkonferenzen und Schulleitungsrunden eingeladen
 werden, um auch die Meinung der Schülerinnen und Schüler in gewissem Maße abzubilden.
 Die Schulen können hierbei selbst entscheiden, ob die Schulsozialarbeiter*innen ein
 Stimmrecht haben oder nicht. So kann die pädagogische Sichtweise von
 Schulsozialarbeitern besser miteinbezogen werden. Auch die gemeinsame Entwicklung
 verschiedenster pädagogischer Projekte mit der Verbindungsperson der Schule und der
 Schulsozialarbeit ist notwendig, damit Kinder von Seiten der Schule und Seiten der
 Sozialarbeit gefördert werden können.

 3. Ausbau der Kooperation innerhalb der Schule:

 Wir fordern die Einführung eines festen Ansprechpartners, der dem Schulleitungsteam
 angehört, und verbindliche Schulleitungstreffen, die mindestens einmal im Quartal
 stattfinden. Außerdem sollte die Schulsozialarbeit und deren Veranstaltungen besser
 in den Schulalltag integriert werden, weg von der letzten Möglichkeit, hin zur
 Prävention und Unterstützung der schon ohnehin überarbeiteten Lehrerinnen und Lehrer.
 Denn die Schulsozialarbeit ist für die Schülerinnen und Schüler da und nicht für das
 Schulsystem.

 4. Ausbau der Kooperation außerhalb der Schule:

 Um die Hilfe so unkompliziert und niederschwellig wie möglich für die Betroffenen zu
 machen, natürlich unter der strikten Beachtung der Schweigepflicht, fordern wir die
 Ernennung fester Ansprechpartner der staatlichen Jugendämter für die
 Schulsozialarbeitenden und die Einführung von Austauschformaten für wichtige Fälle,
 die mindestens quartalsmäßig stattfinden. Um bei besonderen Fällen schnell
 agieren/reagieren zu können, fordern wir die Einführung von zentralen, rechtssicheren
 und unbürokratischen Kommunikationswegen zu besagten Ansprechpartnern. Außerdem
 sollen diese durch freiwillige & kostenlose Fortbildungen und Auffrischungen von
 beispielsweise Kinderschutzschulungen erweitert werden, um besser auf eine sich
 verändernde Gesellschaft zu reagieren und um zu verhindern, dass sich
 Verhaltensweisen verfestigen. So sichern wir, dass die Vertrauensbasis der
 Schulsozialarbeit nicht untergraben wird und nicht unter dem fehlenden Austausch
 leidet.

 5. Finanzierung sicherstellen

 Die Finanzierung der Schulsozialarbeit soll zukünftig komplett vom Land Baden-
 Württemberg übernommen werden. Das schafft einheitliche Standarts, eine gerechte
 landesweite Versorgung unabhängig vom Wohnort und eine echte Entlastung für die
 Kommunen.

Begründung

Erfolgt mündlich.