Rechtsstaat statt Abschottung: EU-Recht in der Migrationspolitik verteidigen

Die SPD Baden-Württemberg und ihre Vertreter:innen in Land, Bund und Europa

  sollen sich klar gegen die migrationspolitischen Pläne der Bundesregierung unter

  Innenminister Alexander Dobrindt stellen und sich für die konsequente Einhaltung

  von EU-Recht und Menschenrechten einsetzen.

  Wir fordern:

  1. Ein sofortiges Ende pauschaler Zurückweisungen an deutschen Grenzen.

  Diese Praxis verletzt die EU-Grundrechtecharta und das Grundgesetz.

  2. Ablehnung des „Zustrombegrenzungsgesetzes“, das individuelle Recht auf

  Asyl darf nicht ausgehöhlt werden.

  3. Statt Symbolpolitik mit Schlagbäumen: Solidarische Lösungen mit unseren

  europäischen Partnern und keine einseitige Abschottung, die den

  Zusammenhalt in der EU gefährdet.

  4. Ein klares SPD-Bekenntnis zu Rechtsstaatlichkeit und Humanität.

  Wer flieht, hat Anspruch auf faire Prüfung, nicht auf Abweisung.

Begründung

Dobrindts Abschottungskurs ist rechtswidrig, unsolidarisch und gefährlich. Trotz

sinkender Asylzahlen (36.000 Anträge im Q1 2025) wird eine künstliche Notlage

heraufbeschworen, um migrationsfeindliche Maßnahmen durchzusetzen. Wer jetzt

schweigt, macht sich mitschuldig am Abbau rechtsstaatlicher Standards.

Deutschland braucht eine SPD, die Haltung zeigt, für Menschenrechte, für

europäische Solidarität und gegen populistische Scheinlösungen.