Jugend in die Parlamente – mehr Jugendbeteiligung auf Landesebene

Zur Weiterleitung an: SPD-Landesparteitag, SPD-Landtagsfraktion

  Junge Menschen und spezifisch Jugendliche in Baden-Württemberg und ganz Deutschland
  fühlen sich von der Politik nicht mehr verstanden und gehört. Das treibt sie in die
  Arme der extremen Rechten. Für uns ist Jugendbeteiligung ein wichtiger Bestand von
  Gerechtigkeit und Solidarität. Auch die, die nicht wählen dürfen, müssen im
  politischen Entscheidungsprozess mitgenommen werden, sonst verstärken wir damit die
  Politikverdrossenheit der zukünftigen Generation.

  Wir fordern auf Landesebene:

  •  bestehende Jugendgremien (wie etwa Landesschülerinnenbeirat, Jugendrat Klima
     und
     Nachhaltigkeit, Dachverband der Jugendgemeinderäte in Baden-Württemberg e.V.,
     Landesjugendring BW) gesetzlich festzuschreiben, um sie abzusichern
  •  demokratisch legitimierte Gremien zur Vertretung der Jugend schaffen
  •   dass alle Landesministerien verpflichtend ein Jugendbeteiligungsformat anbieten
  •   Einbindung von Jugendgremien in Gesetzgebungs- und Haushaltsprozesse
  •   mehr Aufmerksamkeit für bestehende Jugendgremien schaffen

Begründung

Gerade bei jungen Menschen erleben wir einen verstärkten Rechtsruck. Immer mehr Jugendliche verlieren den Glauben an das demokratische System. Damit hängt zusammen, dass sie sich nicht gehört und beteiligt, sondern vielmehr von Politiker*innen übergangen fühlen. Deshalb müssen wir gerade nicht-wahlberechtigten Jugendlichen eine Chance bieten, sich einzubringen. Damit sie das Gefühl erhalten, wirklich ernst genommen und beteiligt zu werden, muss Jugendbeteiligung auf allen Ebenen etabliert werden. Dafür ist die Jugendbeteiligungspflicht die effektivste Lösung.

Damit die genannten Maßnahmen ihre gewünschte Wirkung entfalten, muss die Arbeit der Gremien ebenfalls öffentlich durch die Ministerien kommuniziert werden.

Es ist wichtig Jugendlichen eine Stimme zu geben, damit sie sich in der Politik wieder gehört fühlen!