Geschlechtergerechte Sprache verpflichtend in allen Landesdokumenten verwenden

Zur Weiterleitung an: SPD-Landesparteitag, SPD-Landtagsfraktion

  Die SPD Baden-Württemberg setzt sich dafür ein, dass in allen offiziellen Dokumenten
  des Landes Baden-Württemberg – einschließlich Gesetze, Verordnungen,
  Verwaltungsakte,
  Formulare und Veröffentlichungen – verbindlich geschlechtergerechte Sprache
  verwendet
  wird.

  Hierbei soll das Gendersternchen (*) als bevorzugte Form zur sprachlichen
  Darstellung
  aller Geschlechter genutzt werden, um die Gleichbehandlung von Frauen, Männern sowie
  nicht-binären, inter- und transgeschlechtlichen Personen sicherzustellen. Für
  bestehende Dokumente soll eine Anpassung bei Überarbeitungen erfolgen.

  Das Land wird aufgefordert, einen Leitfaden zur Umsetzung geschlechtergerechter
  Sprache zu veröffentlichen und alle Behörden bei der Anwendung zu unterstützen.

Begründung

Sprache formt unser Denken und unser gesellschaftliches Miteinander. Geschlechtergerechte Sprache trägt dazu bei, die Vielfalt der Geschlechter sichtbar zu machen und Diskriminierung abzubauen. Der Staat hat eine Vorbildfunktion und sollte in seinen Texten alle Menschen ansprechen.

Bereits zahlreiche Kommunen, Universitäten und Verwaltungen nutzen das Gendersternchen, da es alle Geschlechtsidentitäten einschließt. Eine einheitliche Regelung auf Landesebene stärkt die Sichtbarkeit und Gleichstellung aller Geschlechter.

Laut dem Deutschen Institut für Menschenrechte (2022) ist geschlechtergerechte Sprache ein wichtiges Mittel zur Umsetzung des Gleichstellungsauftrags aus Artikel 3 des Grundgesetzes [1].

Quellen

[1] https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/publikationen/detail/geschlechtergerechte-sprache