Nein zur wöchentlichen Höchstarbeitszeit, Nein zur steuerfreien Überstunde nur für Vollzeitbeschäftigte

Zur Weiterleitung an den SPD-Landesparteitag und den Juso-Bundeskongress

 Laut Koalitionsvertrag ist zukünftig eine Wöchentliche statt einer Täglichen
 Höchstarbeitszeit geplant. Die Begrenzung der Arbeitszeit ergibt sich damit
 lediglich
 aus der EU-Richtlinie auf 13 Stunden pro Tag, sowie 48 Stunden pro Woche. Das lehnen
 wir klar ab.
 Wir stehen klar an der Seite der Gewerkschaften und fordern gemeinsam einen
 Arbeitstag der nicht länger als 8 Stunden dauert. Flexiblere Arbeitszeiten lassen
 sich auch ohne Auflockerung dieser Errungenschaften erreichen.

  In Zeiten, in denen das Thema “Vereinbarkeit von Beruf und Familie” gesellschaftlich
  immer relevanter wird, ist es Vollkommen falsch, die Möglichkeit zu schaffen 13
  Stunden am Tag zu arbeiten. Solche Arbeitszeiten sind mit Kindern in keinster Weise
  zu vereinbaren. Es sorgt für mehr Stress für Familien und auch dazu, dass die
  Partner:in gezwungen wird das Fehlen des einen Elternteils aufzufangen. Zudem führen
  solche langen Arbeitszeiten zu mehr Arbeitsunfällen, sowie langfristigen
  Gesundheitlichen Schäden beim Arbeitnehmer. Die Folgen Unkonzentrierter, und damit
  schlechter Arbeit machen die vermeintlichen positiven Aspekte zunichte, weshalb die
  damit möglichen extrem langen Arbeitszeiten nicht einmal ihren Zweck erfüllen.

 Zudem ist laut Koalitionsvertrag vereinbart, dass Überstunden für
 Vollzeitbeschäftigte steuerfrei sind. Das lehnen wir in dieser Form ab.

  Dass Überstunden nur für Vollzeitbeschäftigte steuerfrei sein sollen, betrifft diese
  Regelung Frauen besonders negativ, da Frauen häufiger in Teilzeit arbeiten. Zudem
 ist
  es falsch, wenn hier wieder versucht wird das Unternehmerische Risiko auf
  Arbeitnehmer umzuwälzen, indem Überstunden geleistet werden. Damit es auf der
  Unternehmerischen Seite einen Anreiz gibt Überstunden zu vermeiden, müssen diese
  Erhöht vergütet werden. Damit wird der Arbeitgeber:in zu einer besseren
  Personalplanung gedrängt und die Arbeitnehmer entsprechend entschädigt.

  Wir fordern zudem eine striktere Pflicht für Unternehmen, Überstunden korrekt zu
  erfassen und die Einhaltung von Gesetzen zu Kontrollieren. Strengere Kontrollen und
  härtere Strafen für Unternehmen, welche sich nicht an Gesetze halten, sollen zudem
  Arbeitnehmer:innen vor Ausbeutung schützen. So sollen bei Nichtbeachtung von
  Arbeitsschutzgesetzen Strafen abhängig vom Jahresumsatz eines Unternehmens verhängt
  werden.

  So leisten die Arbeitnehmer durchschnittlich knapp 32 Überstunden pro Jahr,
  währenddessen die Hälfte aller Überstunden nicht bezahlt werden. Damit werden
  systematisch Arbeitnehmer um ihr Entgelt betrogen, was wir als Jusos nicht
 mitmachen.

Begründung

erfolgt mündlich